Time goes by

Montag, 07.07.2014

23.06.14 - 07.07.14

Die zweieinhalb Monate Aufenthalt hier auf der Ranch gingen, wenn man so zurück blickt, doch schneller rum, als gedacht. Zu Anfang kam mir jeder Tag ewig lange vor, da noch nicht so viel Gäste da waren und ich viel im Garten gearbeitet habe. Jetzt zum Ende hin vergehen die Tage fast wie im Flug, da das Haus meist voll ist, so also viele Ritte anstehen und man versucht jedem Gast und der Familie gerecht zu werden. Doch kein Tag vergeht, ohne dass ich an meine Lieben zu Hause gedacht habe ;)

Noch letzte Woche dachte ich, dass mir ein richtiges Abenteuer hier eigentlich noch fehlt... Klar- die Ausritte mit Anfängern sind Abenteuer genug - aber so etwas richtig Aufregendes fehlte. Doch das änderte sich.

Ein Pferd (eins der neuen Kaltblütern) kam nicht von der Koppel zurück und wir rückten mit einem "Suchtrupp auf Pferd"  aus, um Lilly zu finden. In 80 Acre Land .. Eine schier unlösbare Aufgabe. Hinzu kam, dass das Land an vielen Stellen kaum bereitbar ist. Wir teilten uns in zwei Gruppen und Jochen suchte mit den Truck. Wir mussten uns beeilen, da es immer wärmer wurde und in einem Notfall (verletzes Pferd) schnelle Hilfe in den Bergen überlebensnotwendig war.

Wir durchkämmten also alle Steilhänge und brachten unsere Pferde an ihre Grenzen (und ich mich an meine - mit Höhenangst auf dem Rattle Snake Mountain). So mussten wir kurze Pausen machen, und nach 3h hatte ein Reiter Lilly im Stacheldraht hängend gefunden. Gottseidank blieb sie wohl ruhig und riss sich "nur" das Bein etwas auf.

Wenn ich ehrlich bin, hätte ich dieses Abenteuer dann doch nicht gebraucht, doch als ich wusste , dass sie gefunden war und es ihr den Umständen entsprechend gut ging, konnte ich beim Zurückreiten mit ihr im Schlepptau die super Landschaft genießen und war wie immer begeistert von den Ausblicken auf den See.

Des Weiteren sollte gegen Ende meines Aufenthaltes ein Pferd ein neues zu Hause bekommen. Finn. Gute Freunde von Brigitte und Jochen haben ihn abholen wollen, um ihn bei sich auf der Farm auszuprobieren. Doch da stellte sich das Verladen als Herausforderung dar. Wir versuchten es anderthalb Stunden und kamen keinen Schritt weiter. Schließlich entschieden wir, Simone anzurufen. Eine Dame, die hier ihre Pferde stehen hat und "Natural Horsemanship" betreibt. Sie hatte das Pferd in 20min verladen. - Beeindruckend - 
Ich werde mich in Deutschland wohl nur mehr mit diesem Thema befassen!

Heute Abend besuchten wir eine Winery "Sumac Ridge", da sie eine Werbeaktion für die örtlichen B&Bs veranstaltete. Es gab leckeres Essen und eine Band begleitete den Abend ("Honest Wood"). Nach dem heißen Tag genoss ich den Abend dort sehr!

Auch mein Bild, was ich für den freien Platz über dem Kamin malen sollte, nimmt so langsam Gestalt an:

Ich bin gespannt, was die nächste Woche noch auf mich zu kommt.

Auf jeden Fall freue ich mich auf Alex, der mich hier abholt und unsere Reise in die USA beginnen kann :)

 

 

 

 

The wonderful Okanagan

Montag, 23.06.2014

09.06.2014 - 22.06.2014

 

So langsam fühle ich mich schon fast wie ein Teil der Familie hier auf der Farm. Ich werde oft von Carolin (Tochter der Besitzer) zum Essen eingeladen, was immer ganz schön ist, da wir meist einen Film zusammen schauen. (Auf der Farm habe ich ja keinen TV im Zimmer).

Als Guide schlage ich mich ganz gut, würde ich behaupten. So haben mir TrailRide-Gäste doch tatsächlich Trinkgeld per Post geschickt ! 

Am 19. Juni kam mich meine Tante Diana, die eigentlich in Boulder, USA wohnt, besuchen. Von dort sind es nur 3h Flug, und so sehe ich sie dieses Jahr auch mal wieder! Wir unternahmen viel: Wir ritten natürlich auch aus, und mussten dabei Cowboy spielen, da die echten wohl drei Bullen im Territory hinter der Farm zurück gelassen hatten. Zwei von ihnen versperrten uns den Weg und wir versuchten sie mit langsamen Herantasten und "Cowboy-Rufen" zu verscheuchen - was auch klappte!! Den dritten trafen wir unterwegs ... riesen Tiere ... um diesen machten wir lieber einen kleinen Bogen, da er kräftig am Scharren war.

Doch der Ausritt war toll, da Diana sich echt gut auf dem Pferd machte ! 

  

Am gleichen Tag besuchten wir noch zwei Wineries in Naramata. Sie waren sehr schön gelegen - mit Seeblick. Außerdem fuhren wir nach Kelowna, genossen in einem Café die Abendsonne und die Ruhe bei einem Eis am See. (Bild: Eisbär von Kelowna)

Am nächsten Tag starteten wir diesen mit einem Ausflug nach Penticton, wo der Farmer´s Markt und eine Oldtimerausstellung war. Anschließend kamen wir an einer wunderschön gelegenen Winery vorbei. Der Blick auf den Okanagan war unbezahlbar. "Awesome" (wie hier die Kanadier sagen würden).

  

Am letzten Tag fuhren wir mit einer nostalgischen Dampflok. "Kettle Valley Steam Railway". Die "Spirit of Summerland" fuhr durch die schöne Landschaft von Summerland. Unterhalten wurden wir von einem Banjo-Spieler. Dessen Vorfahren waren Österreicher, so spielte er für uns "Muss sie denn" und "Trink, Trink Bruder" (was mir neu war). So lerne in in Kanada deutsche Volkslieder .

So sind zwei weitere Wochen in Kanada verstrichen. 
Je mehr ich vom Okanagan-Valley kennen lerne, desto schöner finde ich es.

Schön, dass du da warst Diana!

 

 

 

 

 

 

Wildlife in Canada!

Montag, 09.06.2014

31.05.14 - 08.06.14

Nun bin ich schon 5 Wochen hier - also Halbzeit, und hatte bis dato noch keine gefährlichen Tiere gesehen, die es hier ja geben soll. Das sollte sich diese Woche jedoch ändern...

Doch erst zur Woche: so langsam füllt sich unser Haus mit Gästen und auch die Trailrides werden mehr. Da kommt es nicht selten vor, dass ich 3h oder länger am Tag auf´m Pferd sitze. Diese Woche war der Chiropraktiker für die Pferde da - fand ich sehr interessant, und ich bin gespannt, ob es was gebracht hat. 
Diese Woche hörte ich seit 5 Wochen mal wieder Musik von meinem IPod, was 1000 Erinnerungen in mir aufleben lies...

Außerdem besuchte ich auf einer "Diensttour" mal die andere Seite des Sees. Wir holten von Fahrradfahrern, die später unsere Gäste sein sollten, Gepäck am Chutelake ab. Ein goldiger, kleiner See bei Naramata. Weit oben gelegen und nur durch eine 8km lange Schotterserpentine, die nur von Geländewägen befahren werden konnte, erreicht werden kann.

 

Und wir fuhren mit den Hunden an den Garnetlake hier im Tal. Super schöner (Trinkwasser-)See.

Erfolgserlebnisse diese Woche: 1. Ich absolvierte meinen ersten 2h Ritt als Guide. 2. Ich buk einen Rhababerkuchen.

Die Arbeit mit den Pferden - nicht nur das Reiten - macht mir immernoch sehr viel Spaß, so trainiere ich auch die "neuen" Mädels (die zwei Kaltblutdamen, die mal Anfängerpferde werden sollen) und kümmere mich um die, die bewegt werden müssen.

 

Und zum krönenden Abschluss dieser Woche, topte den Koyoten, der nur fünf Meter vor mir über die Koppel lief, und die riesiegen Bauten der Murmeltiere hier, eine Klapperschlange. Endlich eine Rattlesnake, wo die Ranch doch am Rattlesnakemountain liegt!

So langsam lerne ich also immer mehr das "Wildlife" von Kanada kennen, was mich wirklich beeindruckt. Dennoch vermisse ich meine Heimat und meine Lieben so langsam .

 

 

 

Erster Monat in Kanada

Freitag, 30.05.2014

19.05.2014 - 30.05.2014

 

Die dritte Woche auf der Rach ging relativ schnell rum. Da zu dieser Zeit keine Gäste da waren, habe ich mich mehr den Pferden gewidmet. Ich bin mehrere Stunden am Tag im Gelände unterwegs gewesen - was ich sehr genieße. Diese Woche ritt ich öfter Finn, der mir durch seine Größe schon bei meiner Ankunft auffiel. 

Ich war oft mit Carolin unterwegs, da wir uns sehr gut verstehen. Auch war ich zu einem Lagerfeuer eingeladen, was hier sehr idyllisch ist und auch sonst sitzen wir abends mal zusammen.

Meine Tätigkeiten haben sich bisher kaum geändert, ich halte die Blumebeete ordentlich und bin auch sonst für das Grüne hier zuständig, außerdem eben das Zimmermachen und den Haushalt - also nichts sehr Anspruchvolles. Die Trailrides mit Gästen gehören immer noch nicht zu meinen Lieblingsaufgaben, aber sie gehören dazu. 

 

In der vierten Woche kamen mich meine Eltern auf der Farm besuchen und mich ein paar Tage mit ihrem Wohnmobil mitzunehmen. Sie planten dieses Jahr einen Urlaub in den USA oder Kandada, und da ich hier bin, entschieden sie sich für Kanada. - Was mich natrülich sehr freute  !

Der Kurztripp (für mich) startete am Montag und am Donnerstag wurde ich wieder "abgelifert".
Wir starteten in Osoyoos, südlich von der Farm. Das gesamte Gebiet beheimatete früher indianische Ureinwohner, und so war es interessant, durch das Nk´mip Cultural Desert Center zu laufen und die Wüste zu erkunden und mehr über das Land zu erfahren.

Auf der Fahrt zurück in Richtung Oliver besuchten wir das Osoyoos Desert Center, bei dem man über Stege durch die Wüste ging, und fuhren durch die steppenartige, und doch bergige Natur Britisch Kolumbiens.

Wir suchten uns den zweiten Campground am Gallagher See. Ein kleiner Privater See an einer riesigen Steilwand gelegen.

Auf dem Trip machten wir außerdem in Pentiction Halt , von dem ich ja bisher nur ein paar Supermärkte kannte, und in Kelowna (östlich von der Farm). Beide Städte sind wunderschön und liegen am Okanagan See. In Kelowna verbrachten wir einen ganzen Tag und gingen abends in einer Blues Bar typisch kanadisch essen.

Es war schön, dass mich meine Eltern besucht haben, dass ein Stück Zuhause hier war, und dass ich mal mehr von Kanada gesehen habe. Ich konnte sehr viele Eindrücke mitnehmen und mit dem Wetter hatten wir ein riesiges Glück!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

No Risc, no Fun ?!

Montag, 19.05.2014

12.05.2014 - 18.05.2014

Die Woche begann mit strahlendem Sonnenschein, der aber leider nicht die ganze Woche anhielt. Nichts desto trotz, kann man hier wirklich von schönem Wetter sprechen.

Der Hund Kira musste zum Tierarzt wegen eines "Hotspots", der nun eine Weile behandelt werden muss (ich mache das meistens) und Teddy, der andere junge Hund hier muss wegen Humpeln ruhig gestellt werden.... er ist ein Jahr alt.. da kann man sich vorstellen, wie er uns auf Trab hält.

Zu beginn der Woche checkten Amerikaner mit vielen Sonderwünschen ein, welche auch noch die ganze Woche blieben... In dieser Woche standen viele Buchungen an, da "Long-Weekend" ist. (Morgen ist Victoria/Day - ein Feiertag in Kanada).

Unsere Höchsttemperatur der Woche erreichten wir am Mittwoch mit 28Grad! - spitze!

In dieser - meiner zweiten Woche in Kanada - ritt ich nun mehrmals eine der beiden neuen Kaltblutstuten, die erst einige Monate unterm Sattel sind. Die Mädels sind noch sehr schreckhaft, die Ausritte aber trotzdem immer super. Bei den Ausritten um den Wildhorse Mountain begenen wir tatsächlich zwischen den Rindern manchmal einem wilden Pferd .. beeindruckend.

 

Auch die Amerikaner wollten ausreiten. So machten wir eine Fortgeschrittenen- und eine Anfängergruppe. Ich ritt bei dem 2h-Ritt der Fortgeschrittenen mit, um mehr Wege kennen zu lernen. Der Ausritt war schön - die Landschaft beeindruckt mich immer wieder - jedoch bin ich nur erhlich wenn ich sage, dass mir persönlich der Ausritt in solch einer Fortgeschrittenengruppen viel zu unkontrolliert ist... einer rennt vorneweg und alle hinterher ( die einen mehr, die anderen weniger erfolgreich)... daran habe ich weniger Spaß.

Da ich diese Woche auch meine erste Tour als Guide erfolgreich absolvierte , werde ich kein Risiko eingehen, um Spaß zu haben, denn den hat man so oder so auf dem Pferd in dieser Natur hier .

Außerdem war ich diese Woche das erste mal in Penticton. Einer Stadt 20min von Summerland. Dort war ein Wochenmarkt mit einigen Straßenkünstlern - sehr schön! Danach machten wir Großeinkauf im Superstore ...riesig.. dort gibt es alles, in allen Größen ... 

 

In meiner zweiten Woche lernte ich immer mehr das B&B dieser Ranch kennen, ich machte meine Erfahrungen bei Ausritten, lernte die Pferde (und Menschen) immer besser kennen und mir wird bewusst, dass das Leben hier schön, aber auch einsam sein kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Keep calm!

Montag, 12.05.2014

07.05 - 11.05.2014

Gegen Ende meiner ersten Woche wurde das Wetter wirklich herrlich. Eigentlich war oft Regen gemeldet, aber der kam wohl nie bis zum Ende des Tals!

 

Bei gutem Wetter wurde auch viel gearbeitet - so verlud ich mit Christiane 1 Tonne Heu - d.h. vom Heuberg runterstemmen, auf den Wagen laden, vom Wagen laden und wieder aufsetzen ... das ging aber doch flotter, als erwartet. 


Außerdem war das Wetter gut, um Unkraut zu vernichten ...meine "Lieblingsbeschäftigung" ...ich muss aber sagen, dass ich gegen Ende der Woche fertig mit den Beeten war und bepflanzt werden konnte. Hier sollte ich mit ins Gartencenter, um zu sagen, welche Pflanze wo hinsollte (nur weil ich gesagt hatte, dass sie vllt. im Vollschatten auch auf Schattenplanzen gehen sollten und dass das vllt. der Grund sei, warum andere nicht überlebten..) - so war/ bin ich also nun der Gartenberater .

Leider gab es beim Unkraut rupfen (was ich über viele Tage tue) eine schlechte Seite ... ich glaube nämlich, dass sich meine Sehnenscheide entzündet hat, und da ich als weiter mache, wird das auch nicht besser ... - bis jetzt hoffe ich, dass es einfach so weggeht!
Die positive Seite hier: ich habe meist Gesellschaft! So setzen sich meist die Hunde zu mir (Teddy - der schwarze - sogar auf mich, damit ich mit ihm spiele).

Außerdem durfte ich noch andere Trail-Strecken kennenlernen und andere Pferde ausprobieren, so kommt es, dass ich nun pro Tag im Durschnitt zwei Pferde reite ;) So konnte ich Keks und Belle Amie (Foto) noch ausprobieren.

Was mich diese Woche stolz machte, ist die Tatsache, dass mich zwei Niederländer für eine Kanadierin hielten und die zwei Gastreiter mir Komplimente für mein gutes Englisch machten!! Trotzdem lerne ich viele neue Worte und muss mich an die Sprechgeschwindigkeit - vor allem der Kinder - noch gewöhnen.

Schön war es diese Woche auch in Westbank. Ca. 20min von der Ranch entfernt und direkt am Okanagan Lake gelegen. Hier war das Gartencenter und ein Westernladen, in dem ich mir Westernhüte anschauen wollte ... bei meinem Dickkopf war aber das Wunschmodell nicht mehr in meiner Größe da.... Auf der Heinfahrt aßen wir in einem Pub ;)

 

Zum Muttertag machte Brigittes (Inhaberin) Tochter Lunch. ´Eggs Benedict´ - sehr lecker - kannte ich vorher nicht!

Ich bin gespannt, was die nächste Woche für mich bringt.
Diese Woche musste ich lernen, alles etwas ruhiger anzugehen... hier gibt es kaum Stress und wenn mal nichts zutun ist `just keep calm and relax´!

Und so schlafe ich heute wieder mit dem Jaulen der Kojoten ein, die mich schon die ganze Woche begleiten.

 

 

Erste Tage im Garnet Valley

Dienstag, 06.05.2014

05. - 06. Mai 

 

Zu Beginn der Woche zeigte sich die Gegend hier um das Garnet Valley eher von seiner regnerischen Seite. Ich bin nicht böse um den Regen, da es noch lang genug sehr warm sein wird.Ab und zu kam die Sonne raus, was einfach traumhaft war. Das Tal erstrahlt dann in all seiner Pracht und man kann in die Weite schauen.

Meine ersten Ausritte machte ich auf Eddy. Ein 7-Jähriger Quarter-Mix. Er hat seinen eigenen Kopf, aber lässt sich ganz gut händeln. Es ist schön, die Landschaft mit den Pferden zu erkunden, da man an Stellen kommt, die man sonst eher kaum erreicht und Wege gezeigt bekommt, die nur wenige kennen. Bei den Ausritten hatte ich immer im Hinterkopf, dass ich vor Bären auf der Hut sein muss, aber wenn ich einen sehen würde, kann man eh nur hoffen, dass er abdreht.

Die Landschaft hier ist sehr steinig und das Gras wächst viel lichter als bei uns. Es stehen überall große Pinien und manchmal Fichten und man hat immer das Gefühl, zwischen uralten Bäumen entlang zu reiten. Auch findet man hier eher sandigen Boden, und über das Jahr soll es hier nicht mehr als 10 Regentage im Durschnitt geben..

    

Das Leben in einem großen Holzhaus ist echt angenehm. Ich habe mein Zimmer hier und abends essen wir gemeinsam. Ansonsten ist dieTageseinteilung eher spontan - was so ansteht. Wenn Gäste da sind, richtet sich der Tagesablauf nach ihnen - jenachdem wann gefrühstückt werden soll und ob geritten wird. Ansonsten waren bis jetzt Unkraut jäten, Beete bepflanzen, Pferde für Ausritte fertig machen, in der Küche helfen und das Zimmermachen meine Aufgaben. Alles machbar.

Das Leben in Kanada erscheint mir wirklich lebenswert. Die Besitzer können sich alle Zeit frei einteilen, natürlich haben sie die Verantworung für die Farm, aber sie haben immer Hilfe, da seit über 20Jahren eine Hilfe aus Deutschland kommt, und den ganzen Sommer bleibt, die hier fast alles macht (jetzt mit mir).

Mein Jet-Lag habe ich glaube jetzt überstanden. Mein Englisch klappt ganz gut - ich lerne viele neue Worte, die ich vorher noch nie gehört hatte und spreche mit den Touris Englisch. Bei den Einheimischen muss ich mich noch ganz schön konzentieren, wenn sie mit mir sprechen, damit ich alles so schnell mitbekomme, wenn nicht, wiederholen sie es aber immer gerne.

Im Allgemeinen sind die Kanadier außerordentlich nett und wollen dich immer direkt kennen lernen. Meist sind die ersten Worte nicht nur Small-talk, sondern es scheint so, als würden sie sich wirklich dafür zu interessieren, wer du bist, was du hier machst und ob es dir gut geht...

Mal sehn, was mich die nächsten Tage noch so erwartet!

 

 

 

 

 

Ankunft in Kanada

Sonntag, 04.05.2014

Erste Eindrücke

 

Nachdem mir der Abschied von meinen Lieben wirklich schwer gefallen war, ging nun meine Reise los! Erstaunlicherweise lief alles entspannt und ohne Kompilkationen, vor denen ich ja vorher so gewarnt wurde...

Die Zeit im ellenlangen Flug ging nur zäh rum - an Schlafen war für mich nicht zu denken. Ich hatte einen Fensterplatz - das war toll, jedoch saß ich auch über den Turbinen und die ließen mich nicht zur Ruhe kommen. Die Wettervorhersage für Vancouver war ähnlich wie für Frankfurt - bewölkt. 

Leider versperrten die Wolken meist die Sicht, doch unglaublich beeindruckend waren die Eisschollen vor Grönland und dann Grönland - weiß ..alles mit Schnee bedeckt und keine Menschenseele tausende Kilomenter.

 

In Vancouver angekommen - leider regnete es, aber so hatte ich mir Kanada auch vorgestellt - wurde man äußerst nett in Empfang genommen. Ich bin echt überrascht wie nett und hilfsbereit die Kanadier sind! Und so fand ich auch schnell meine Anschluss-Skytrains zum Greyhoundbus, der mich nach Westbank bringen sollte.
Leider musste ich in der Station feststellen, dass die Flasche des mitgebrachten Grappas für den Hausherren wohl zerbrochen war  und nun meine ganzen Klamotten ect. voll Grappa waren - der Geruch, den ich hinter mir herzog, ließ mich wie ein Alkoholiker stinken ...

Nach der 5stündigen Busfahrt kam ich dann endlich in Westbank an, wo Brigitte und Jochen (die Ranchbesitzer) auf mich warteten. An der Ranch angekommen, konnte ich noch nicht viel sehen, da es schon dunkel war.

Nachts hörte ich die Koyoten und am Morgen konnte ich Kolibris beobachten.
Leider wurde das Wetter nicht besser, aber der Blick aus meinem Zimmer und auch sonst die Landschaft sind wunderschön.

Bin gespannt, was so auf mich zukommt ;)

Morgen ist es soweit !

Freitag, 02.05.2014

Hallo meine Lieben ! :)

Dass Ihr mal seht, was ich auf meinem Trip in die große weite Welt so anstelle, hier ein Auslandstagebuch. Für alle, die auch Fernweh haben, für Freunde, Familie und Bekannte, oder einfach für Neugierige...

Morgen ist es soweit - meine 92-tägige Tour durch den Westen Kanadas und der USA beginnt. Die erste Zeit verbringe ich in Summerland auf einer Ranch und als Abschluss geht´s mit Alex in Richtung USA - von Seattle nach Los Angeles.

Ich freue mich schon auf die Zeit und bin gespannt auf die Menschen. Ich hoffe, ich kann mein Englisch etwas verbessern und mache auch sonst so meine Erfahrungen.
Andererseits weis ich, dass der Abschied Morgen naht, woran ich gar nicht denken mag ...

 

Ich bin mal gespannt - und Ihr dürft es auch sein ! :)